Rönnau mit voller Konzentration und 200 Kilogramm auf den Schultern

Bericht zur Deutschen Meisterschaft Jugend und Junioren 2026 in Bochum

Meggie Rönnau stemmt sich bei der DM aufs Podest

Lesedauer: circa 5 Minuten

Bochum. 500 Kilogramm im Total, zweimal die magische 200-Kilogramm-Marke geknackt und am Ende Edelmetall um den Hals: Meggie Rönnau vom Kraftsportverein Bad Lausick hat bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum Freitag, den 25. September den nächsten großen Schritt ihrer sportlichen Entwicklung gemacht. In der Juniorinnenklasse über 84 Kilogramm behauptete sie sich gegen die starke Konkurrenz aus ganz Deutschland und sicherte sich die Bronzemedaille. Wie viel sich seit ihrem letzten Auftritt auf nationaler Bühne getan hat, zeigt der Blick zurück: Bei der Deutschen Meisterschaft 2024 in Köln hatte Rönnau noch Rang sechs belegt. Diesmal durfte sie bei der Siegerehrung selbst aufs Podest steigen – ein Erfolg, der nicht nur für einen gelungenen Wettkampftag steht, sondern auch die Früchte ihrer kontinuierlichen Arbeit im Training sichtbar macht. Mit einem Total von 500 Kilogramm erreichte die Bad Lausickerin zudem eine Marke, die im Kraftdreikampf für sich spricht.

Erst auf Kurs, dann unter Druck

In der Kniebeuge nahm Meggie Rönnau von Anfang an Fahrt auf. Beinharte 185 Kilogramm sollten es direkt zum Auftakt sein, bevor sie starke 195 Kilogramm folgen ließ und im dritten Versuch die Schallmauer von 200 Kilogramm durchbrach. Gültig! Der erste Meilenstein war geschafft. Doch am Bankdrückstand geriet der Wettkampf ins Stocken. Die aufgelegten 100 Kilogramm, die sich im Warumup noch ausgezeichnet bewegt hatten, wurden in den ersten beiden Versuchen vom Kampfgericht nicht anerkannt – zunächst wegen der Bewegungstiefe, anschließend wegen nicht vollständig gestreckter Ellenbogen. Erst im dritten Anlauf zählte der Versuch. Damit waren die 100 Kilogramm zwar gesichert, doch die Chance auf weitere wertvolle Kilos und den Angriff auf Silber vorerst dahin. Umso eindrucksvoller fiel Meggies Antwort im Kreuzheben aus. Mit 185 und 195 Kilogramm arbeitete sie sich souverän an die entscheidende Marke heran. Dann noch einmal volle Konzentration, noch einmal anpacken – und die 200 Kilogramm waren geschafft! Damit stand auch das ersehnte Gesamtergebnis fest: 200 Kilogramm in der Kniebeuge, 100 auf der Bank und 200 im Kreuzheben. Macht exakt 500 Kilogramm im Total – und damit ein Total, dass nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch optisch einiges hermacht.

Bronze ist erst der Anfang

Mit 500 Kilogramm Gesamtleistung und 403,18 Relativpunkten sicherte sich Meggie aber nicht nur den dritten Platz, sondern knackte zugleich erstmals die Marke von 400 Dots. Gold ging mit 560 Kilogramm an Helya Fathi vom Kraftsport Colonia, Silber holte Vereinskollegin Jana Rudolph mit 522,5 Kilogramm. Für Meggie bleibt neben dem verdienten Podestplatz ein kleiner Wermutstropfen: Auf der Bank ließ die ehrgeizige Juniorin wertvolle Kilos liegen. Vielleicht wäre mit drei gültigen Versuchen sogar Silber in Reichweite gewesen. Umso größer dürfte die Motivation sein, beim nächsten Wettkampf genau dort anzusetzen. Mit ihrem Ergebnis ist Meggie daher trotzdem sehr zufrieden. Nach Bronze und dem geknackten 500-Kilogramm-Total richtet sich der Blick bereits nach vorn: In fünf Wochen steht die Landesmeisterschaft beim USV TU Dresden an, bevor eine kurze Offseason folgt. Das nächste große Ziel ist dann die Deutsche Meisterschaft im April 2027. Der KSV Bad Lausick darf sich aber schon jetzt über die starke Leistung seiner Athletin freuen.

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