Der KSV Bad Lausick formiert sich für das große Saisonfinale

Bericht zur 2. Runde Sachsenliga Kraftdreikampf 2026 in Bad Lausick

Bad Lausick überzeugt in eigener Halle und löst Ticket für das Finale

Lesedauer: circa 5 Minuten

Bad Lausick/Leipzig. Heimwettkämpfe sind Segen und Prüfung zugleich. Vertraute Halle, bekannte Gesichter auf den Rängen, jede Bewegung unter den Augen der eigenen Vereinskameraden – und gerade dieses Umfeld kann manchmal schwerer wiegen als jede Hantel. Am vergangenen Samstag, den 28. Februar, stand der KSV Bad Lausick in der zweiten Runde der Sachsenliga-Saison 2026 genau vor dieser Herausforderung. Während ein Teil der Liga beim Stemmclub Leipzig e.V. um Punkte kämpfte, stemmte sich Bad Lausick in eigener Halle gegen den Druck, hohe Erwartungen und starke Konkurrenz. Und diese zweite Vorrunde hatte es dabei in sich – sowohl organisatorisch, wie auch sportlich und emotional. Am Ende des intensiven Wettkampftages steht fest: Der KSV Bad Lausick behauptet sich weiter im oberen Mittelfeld und sichert damit endgültig das Ticket für das Sachsenliga-Finale. Team 1 erreichte 1.128,65 Punkte und belegte Rang fünf der Tageswertung, Team 2 sammelte 984,13 Punkte und landete auf Platz zehn. Für Team 1 ist die Tür zum großen Showdown am 28. März damit nicht nur einen Spalt weit offen – sie ist fest aufgestoßen. Die Konkurrenz kann sich auf ein Team gefasst machen, das geschlossen, diszipliniert und taktisch clever auf der Plattform agiert. Doch noch bevor die erste Hantel vom Boden abhob, setzte der Wettkampftag ein besonderes Zeichen der Anerkennung: Vereinsleiter Falk Wosch wurde vom sächsischen Gewichtheber- und Kraftdreikampfverband (VGKF) mit dem Abzeichen in Bronze für seine langjährigen Verdienste als Förderer und Ermöglicher des sächsischen Kraftdreikampfsports ausgezeichnet. Überreicht wurde die Ehrung von Hans-Ullrich Sickert, Mitglied im Vorstand des VGKF. Auch auf der Kampfrichterbank war der Verband prominent vertreten: Bruno Dedekind und Hans-Ullrich Sickert begleiteten den Wettkampf als Kampfrichter und sorgten für einen regelkonformen Ablauf.

Team 1 hält Anschluss an die Spitze

Es war ein Wettkampf, der weniger von spektakulären Ausreißern lebte, sondern von Disziplin und einer sauberen Mannschaftsleistung. Allen voran zeigte das Steven Vierig. Der 92-Kilogramm-Athlet zeigte einen kontrollierten, nervenstarken Wettkampf. 235 Kilogramm in der Kniebeuge, 130 Kilogramm im Bankdrücken und 245 Kilogramm im Kreuzheben bedeuteten ein starkes Total von 610 Kilogramm. Mit 389,94 DOTS-Punkten war er erneut eine tragende Säule des Teams. Besonders im Kreuzheben bewies Vierig Wettkampfroutine: technisch stabil und ohne unnötiges Risiko. Fabian Keck überzeugte mit seiner bekannt dynamischen Wettkampfführung. Glatte 200 Kilogramm in der Beuge, starke 155 Kilogramm auf der Bank und 225 Kilogramm im Heben brachten ihn auf 580 Kilogramm im Dreikampf. Seine 383,28 Punkte bestätigten, dass er für die Mannschaft von zentraler Bedeutung ist. Vor allem das Kreuzheben entwickelte sich dabei zum Faustpfand – um Haaresbreite hätten hier nämlich auch 240 Kilogramm noch zu Protokoll gestanden. Sven Kühne komplettierte das Trio mit der ihm eigenen Gelassenheit. 200 Kilogramm Kniebeuge, 150 Kilogramm Bankdrücken und 200 Kilogramm Kreuzheben ergaben 550 Kilogramm Total und 355,43 Punkte. Keine Fehlversuche in entscheidenden Momenten, keine Schwächephase – genau diese Verlässlichkeit hält Bad Lausick im Rennen.

Team 2 zeigt Wettkampfhärte und empfiehlt sich für die Zukunft

Auch die zweite Mannschaft des KSV Bad Lausick stellte sich der Herausforderung – und bewies einmal mehr, dass im Verein nachhaltig aufgebaut wird. Mit 984,13 Punkten zeigte das junge Quartett Einsatzwillen und Entwicklungspotenzial. Timo Plath führte das Team mit 527,5 Kilogramm Total (337,56 Punkte) an. Seine 192,5 Kilogramm in der Kniebeuge und solide 140 Kilogramm im Bankdrücken legten die Basis für einen konzentrierten Wettkampf. Im Kreuzheben ließ er zunächst souveräne 195 Kilogramm folgen, ehe er sich an 210 Kilogramm wagte – zweimal scheiterte er denkbar knapp. Ein Gewicht, das sichtbar in Reichweite liegt und beim nächsten Auftritt fallen dürfte. Mykhailo Dolzhenko bestätigte seine aufsteigende Formkurve mit 515 Kilogramm im Dreikampf (330,09 Punkte). 190 Kilogramm in der Kniebeuge, 130 Kilogramm im Bankdrücken und kämpferische 205 Kilogramm im Kreuzheben ergaben eine geschlossene, technisch saubere Serie. Besonders seine kontrollierte Versuchsgestaltung ohne unnötiges Risiko unterstrich seine wachsende Wettkampfreife. Sein Bruder Ivan Dolzhenko kam auf 490 Kilogramm (316,48 Punkte) und überzeugte insbesondere in der Kniebeuge mit stabilen 192,5 Kilogramm. Ergänzt wurde sein Wettkampf durch 122,5 Kilogramm im Bankdrücken und 182,5 Kilogramm im Kreuzheben – eine solide Gesamtleistung mit weiterem Entwicklungsspielraum. Mit 440 Kilogramm im Total absolvierte Martin Winkler seinen ersten Dreikampf seit vielen Jahren – ein Comeback, das sportlich wie persönlich Gewicht hat. 150 Kilogramm in der Kniebeuge, 115 Kilogramm im Bankdrücken und 175 Kilogramm im Kreuzheben stehen nun wieder offiziell im Wettkampfprotokoll. Die 275,41 Relativpunkte sind dabei mehr als nur eine Zahl: Sie markieren einen entschlossenen Wiedereinstieg auf die Plattform – und die Rückkehr eines Athleten, der noch längst nicht fertig ist.

Der Finaleinzug ist geschafft

Mit Abschluss der Vorrunde ist die Rechnung gemacht – und sie fällt aus Bad Lausicker Sicht positiv aus. Nach zwei intensiven Wettkampfrunden belegt der KSV Bad Lausick Team 1 mit insgesamt 2.279,23 Punkten Rang vier der Gesamttabelle. Da sich in dieser Saison die besten fünf Mannschaften qualifizieren, ist der Finaleinzug nicht mehr nur rein rechnerisch sicher, sondern Tatsache. Die zweite Vorrunde in Bad Lausick und Leipzig hat dabei eindrucksvoll aufgezeigt, wie hoch die Leistungsdichte in der Liga ist. Zwischen den Plätzen drei und fünf entschieden Nuancen: ein bedachter Drittversuch, eine kluge Opener-Wahl oder ein kühler Kopf unter Druck konnten am Ende entscheiden. Und genau diese Faktoren spielten Bad Lausick in die Karten. Für den KSV ist damit ein wichtiges Etappenziel erreicht. Die Form stimmt, die Abläufe sitzen, das Team wirkt gefestigt. Und sicher ist schon jetzt: Wenn am 28. März beim USV TU Dresden die Plattform zum großen Finale freigegeben wird und die Entscheidung um die Sachsenliga fällt, fährt die Kurstadt nicht als Statist nach Dresden, sondern als selbstbewusste Mannschaft, die nicht locker lassen wird und die bereit ist, um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen und ganz vorne anzugreifen.

Ergebnisse nach der Rückrunde (28.02.2026)

  1. USV TU Dresden – Team 1 (2.512,34 Punkte)
  2. KBV Bautzen e.V. – Team 1 (2.431,01 Punkte)
  3. Stemmclub Leipzig e.V. (2.368,99 Punkte)
  4. KSV Bad Lausick e.V. – Team 1 (2.279,23 Punkte)
  5. SV Rotation Langenbach e.V. – Team 1 (2.217,94 Punkte)
  6. USV TU Dresden – Team 2 (2.144,14 Punkte)
  7. Geringswalder Handballverein e.V. – Team 2 (2.115,00 Punkte)
  8. KSV Stöckigt (2.101,68 Punkte)
  9. SV 1919 Grimma Abt. Kraftsport (2.037,34 Punkte)
  10. KSV Bad Lausick e.V. – Team 2 (1.951,02 Punkte)
  11. Geringswalder Handballverein e.V. – Team 1 (1.658,75 Punkte)
  12. BSC Rapid Chemnitz (1.184,77 Punkte)

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