Abschlussfoto eines gelungenen Wettkampftages im KSV

Bericht zum 16. Klaus-Weber-Gedenkturnier 2026 in Bad Lausick

KSV-Bankdrückturnier fand erneut unter freiem Himmel statt

Lesedauer: circa 5 Minuten

Bad Lausick. Wenn im Vereinsgarten des KSV die Hantelbank unter dem Schauer aufgebaut wird, dann weiß jeder, es ist wieder Bankdrückzeit! Ein fast schon sportliches Ritual, das längst mehr ist als ein Wettkampf ist, wurde am vergangenen Samstag, den 4. Juli erneut erfolgreich vom Kraftsportverein Bad Lausick ausgetragen. Auch die mittlerweile 16. Auflage des Klaus-Weber-Gedenkturniers wurde damit zum Treffen alter Bekannter, ein Fest der starken Schultern und ein Nachmittag, an dem der Duft von Grillkohle und der Klang schwerer Hantelscheiben eine ganz eigene Melodie ergaben. Unter warmem Sommerlicht und familiärer Atmosphäre versammelten sich insgesamt 14 Athleten des Vereins, Gaststarter Ralf Daubner vom Hausdorfer Sportverein sowie reichlich Zuschauer, um ihre Kraft, Technik und Nervenstärke unter Beweis zu stellen. Gedrückt wurde wie immer „Raw“ – pur, ehrlich, ohne unterstützende Ausrüstung. Genau so, wie es Tradition ist. Pünktlich um 11 Uhr begann das Turnier mit der obligatorischen Waage. Das Körpergewicht spielte wie gewohnt eine zentrale Rolle, denn die späteren Relativpunkte entschieden über die Platzierungen. Nach einer kurzen Stärkung und dem Aufwärmen im Vereinsgebäude ging es hinaus auf die Terrasse – die kleine, wettergeschützte Wettkampfarena, die jedes Jahr zur Bühne großer Momente wird. Dort wartete sie bereits: die Wettkampfhantelbank des KSV, flankiert von akribisch gestapelten Scheiben. Mehrere hundert Kilogramm Eisen – bereit für Bestleistungen, Überraschungen und die eine oder andere dramatische Wendung.

Den Auftakt des Wettkampfs setzte Sven Kühne, der mit 135 und 145 Kilogramm sicher in den Wettbewerb startete. Sein dritter Versuch über 152,5 Kilogramm war ein Paradebeispiel für kontrollierte Kraftentfaltung: sauber gedrückt, stabil geführt und mit spürbarem Selbstvertrauen. Die daraus resultierenden 99,22 Relativpunkte – knapp unter der symbolträchtigen Hundert-Punkte‑Marke – brachten ihm Platz 3 und bestätigten einmal mehr seine Rolle als verlässlicher Leistungsträger des Vereins. Für einen der emotionalen Höhepunkte sorgte außerdem Elias Teresniak. Der junge Athlet steigerte sich über 95 und 100 Kilogramm und krönte seinen Wettkampf mit einer neuen Bestleistung von satten 110 Kilogramm. Mit 71,78 Punkten bewies er eindrucksvoll, wie viel Potenzial in ihm steckt – und wie sehr die Atmosphäre des Turniers ihn beflügelte. Nicht minder beeindruckend war dann der Auftritt von Alexander Kühne, der sich über 75 und 80 Kilogramm an seine neue Bestmarke heranarbeitete. Die 82,5 Kilogramm im dritten Versuch waren hart erkämpft, technisch sauber und ein sichtbarer Fortschritt. Seine 63,05 Punkte unterstrichen die positive Entwicklung, die er in den letzten Monaten genommen hat. Dann wurde es schwer – richtig schwer. Helge Frauendorf legte mit 170 Kilogramm los, steigerte sich auf 180 und machte mit 185 Kilogramm einen erfolgreichen Abschluss. Seine 106,46 Punkte bedeuteten am Ende Platz 2 und zeigten, dass er weiterhin der stärkste Bankdrücker des Vereins ist. So kraftvoll Frauendorfs Ergebnis auch war – gegen den routinierten Ralf Daubner vom Hausdorfer Sportverein kam er nicht an. Nach 165 und 180 Kilogramm brachte er im dritten Versuch beeindruckende 190 Kilogramm zur Hochstrecke. Im optionalen vierten Versuch wagte er sich sogar an 197,5 Kilogramm – ein Versuch, der nur hauchdünn scheiterte und die Zuschauer spürbar mitriss. Mit herausragenden 110,89 Punkten sicherte er sich Platz 1 und den verdienten Turniersieg.

Am Ende bleibt festzuhalten: Die Seele dieses Turniers liegt nicht in den Kilogramm, sondern im Miteinander. Es ist die Stimmung: Kinder, die neugierig zuschauen. Familien, die anfeuern. Athleten, die sich gegenseitig pushen. Und ein Vereinsgarten, der für ein paar Stunden zu einem lebendigen Treffpunkt aus Kraft, Gemeinschaft und sommerlicher Leichtigkeit wurde. Nachdem der letzte Versuch absolviert war, wich das Eisen dem Eisgekühlten. Zwischen Grillduft – das Fleisch wurde freundlicherweise von der Fleischerei Lindner gesponsert – kühlen Getränken und vielen guten Gesprächen klang der Tag in bester KSV‑Manier aus – entspannt, herzlich und mit diesem besonderen Gefühl, Teil von etwas Gemeinsamen zu sein. Gleichzeitig richteten sich die Blicke bereits nach vorn: Auf die Sachsenliga im Mannschaftsbankdrücken, die am Samstag, den 29. August, eingeläutet wird und bei der der KSV erneut mit Ambition und Zusammenhalt an die Hantel treten will.

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